Wildpferde Sardinien: Giara di Gesturi -
zu den Sümpfen der wilden Pferde












Südöstlich des Hafenstädtchens Oristano erhebt sich dieses tellerflache Hochplateau Giara di Gesturi 580 Meter steil aus der flachen Marmilla-Ebene empor. Hier leben seit Menschengedenken kleine Herden der halbwilden, kleinwüchsigen Giara-Pferde. Wann genau und unter welchen Umständen  die „cavallini“ (Pferdchen) hier auf die Insel kamen, bleibt Spekulation. Es existieren keine genauen Überlieferungen. Manche Wissenschaftler glauben, sie könnten vor etwa 20 000 Jahren, als der Meeresspiegel infolge der letzten Eiszeit noch niedriger lag, hier eingewandert sein. Wahrscheinlicher ist aber die These, dass sie die Phönizier, deren Spuren an vielen Orten rund ums Mittelmeer zu finden sind,  vor etwa 2500 Jahren mit auf die Insel gebracht haben und verwildern ließen. Man schätzt die heutige Anzahl der wilden Giara-Pferde auf 600 – 800 Tiere, die in 50 – 60 kleinen Herdenverbänden leben. Sowieso unterliegt die Zahl der „cavallini“ starken Schwankungen, da ihr Leben sehr hart und entbehrungsreich ist. Zudem macht die stellenweise fast undurchdringliche Vegetation des Hochplateaus eine genaue Zählung unmöglich.


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