Moschusochsen










Moschusochsen im Nationalpark „Dovre Fjell“ in Norwegen, die einzige wildlebende Population auf dem europäischen Festland.

Sie erinnern an Relikte einer längst vergangenen Epoche. Massige Körper, eingehüllt in ein Zottelfell, dessen Haare die längsten im Tierreich sind. Der wuchtige Schädel der Bullen mit der helmartig verwachsenen Stirnplatte, dem starren Blick und den gebogenen Hörnern, deren Spitzen bis zu 70 cm auseinander liegen, verleihen dem 400 kg Koloss ein respektables Outfit. Beim Blick durch das 600 mm Teleobjektiv kann einem ohne weiteres eine leichte Gänsehaut über den Körper kriechen. Droht Gefahr, verteidigen sich Moschusochsen gegen jeden Feind. Dabei bilden sie meist eine "Igel-Phalanx", einen Kreis aus Leibern – die massigen Schädel nach außen gerichtet – in dessen Innern die Kälber Schutz finden. Diese, seit Jahrtausenden im Tierreich bewährte Abwehrstrategie, hat die Dezimierung der Art durch ihren schlimmsten Feind, den Menschen, entscheidend beschleunigt. Jäger konnten ohne große Mühe die Tiere erlegen und haben sie – wie sollte es anders sein – an den Rand der Ausrottung gebracht.


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